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Helga König im Gespräch mit dem in Aachen lebenden Künstler Günther Beckers

Lieber Günther Beckers, Sie sind ein  in Aachen lebender, deutscher Künstler. Wie Sie die Leser von "Buch, Kultur und Lifestyle" wissen lassen möchten, liegt der Schwerpunkt Ihrer künstlerischen Arbeit auf der Erneuerung der Disziplinen und der Auseinandersetzung mit dem Menschenbild.

(Details auf Anfrage bei Günther Beckers hinsichtlich: Malerei, Musik, Poesie, Design. Diverse Bücher, Schriftstücke und kunstphilosophische Essays.)

Einzel- und Gruppen.Ausstellungen in verschiedenen internationalen Museen, Kunstinstituten und Ländern....
1986 Stealing Diamonds, parallel zur Biennale Venedig 1986
1990 "Let.i.be. - Images of Rock" (u.a.m. John Lennon, Yoko Ono, Brian Eno, 'Robert Rauschenberg, Peter Blake, Don van Vliet, Warhol, etc.)
2000 Kunsthalle Nanjing, Kunstakademie Peking, China etc.
Recent Exhibition - 9.11.2017 bis 19.3. 2018: Danish RockMuseum - Ragna Rock, Roskilde - One.Man.Show.

Helga König: Wie definieren Sie Kunst?

 Günther Beckers
(Foto aus seinem Bestand)
Günther Beckers:  Sehnsucht und heute: Möglichkeit eines Gegen.Bildes und somit andere Wirklichkeiten ebenfalls anzugeben. Zu dem: Malerei ist in Zustand versetzte Materie. (gbB)

Helga König: Welche Künstler aus vergangenen Epochen mögen Sie besonders gerne und können Sie Gründe dafür nennen?

Günther Beckers:  Matthias Grünewald: "Isenheimer Altar". Mit eine der bedeutendsten Altardarstellungen des Abendlandes. Großartige Malerei. Diego Velazquez: "Las Meninas" Die Philosophie der Malerei und des Spirituellen in der Kunst. Gustave Courbet: "Der Ursprung der Welt" (Selbstredend über Instinkt.) Van Gogh: Er ist die Drehscheibe der Malerei in die Moderne hinein. Er hat die Malerei erneuert wie kaum jemand und alle anderen folgenden in die Pflicht einer Erneuerung genommen, so sie nicht der Dekoration und dem Boulevard zusprachen. 

 Helga König
Helga König: Wann hat für Sie Malerei einen künstlerischen Wert? 

Günther Beckers: Wenn sie einem kunsthistorischen Vergleich standhält, d.h. wenn ein Werk das Qualitätsniveau schon erbrachter, künstlerischer Qualität erreicht. Einfacher: Hängen sie eine Arbeit bitte neben einen Rembrandt oder einen anderen Meister. Danach wissen sie Bescheid, welchen künstlerischen Wert, welche Qualität sie betrachten. 

Helga König: Welchen Stellenwert hat die Bildhauerei für Sie in der Kunst? 

  Günther Beckers
(Foto aus seinem Bestand)
Günther Beckers: Den gleichen, den alle anderen auch haben, wenn sie diesen Stellenwert tatsächlich repräsentiert. 

Helga König: Wann hat für Sie Fotografie einen künstlerischen Wert? 

Günther Beckers: Bestimmt als Dokumentationsarbeit. Sie kann die Malerei aber nicht in ihrem Stellenwert und ihrer Qualität erreichen- Details auf Anfrage. 

Helga König: Welche Techniken in der Malerei bevorzugen Sie? 

Günther Beckers: Ölmalerei - die meisten anderen haben so ein Bastelkramstatus 

 Helga König
Helga König: Was bedeuten für Sie Farben in der Kunst?  

Günther Beckers: Malerei ist in Zustand versetzte Farbe. Wir Maler, und dass habe ich so um 2000 empfunden und gesagt, können eigentlich nicht mehr so viel machen. Mir scheint vieles, fast alles gemacht als Erneuerung der Disziplin. Ich selber bin dann den Weg des radikalen Bruchs mit dem Rechteck gegangen, unter Rückbesinnung auf Altarwerke und deren Veränderung. So habe ich dem Bild, einem Kernformat, Farbflügel zugeordnet, links und rechts, bis hin zu zwei pro Seite. Das hatte zur Folge, dass das Kernformat sich veränderte, als Format und über verschiedene neue Farben der Farbflügel farblich und auch inhaltlich. 

Ein gelber Farbflügel löst andere Assoziationen aus als ein schwarzer. Neben der Formatveränderung ergeben sich über Pinselschläge, ein Rückgriff aus der chinesischen Maltradition, auch Perspektivveränderungen und ein neue Wahrnehmung, Sicht auf Farbe beginnt über die Farbflügel. Die Farben bei Veränderung der Farbflügel binden sich neu ein, ordnen sich neu, gestalten den Bildraum neu, verändern sogar Empfindung von "Figur". Und: Malerei wird Zeit. Das ist wirklich neu in der Form. Ich stelle das ja auch als eine Erneuerung in der Malerei zur Diskussion. Das schöne und einfach daran ist, dass jeder, der es einmal sieht, es auch bestätigt. Details dazu auf meinen Facebookseiten.

Helga König: Wie eng sollten Galerien und Museen mit Künstlern zusammenarbeiten? 

Günther Beckers: Eng - wenn es eine Übereinstimmung in einem Verständnis von Kunst gibt, was Kunst ist (also nicht nur Kommerz und nun wird es eng, da heute der Kommerz allein den Kunstbetrieb regiert!) und: wenn es anständig zugeht. 

Helga König: Welche ausbaufähigen Vermarktungsstrategien für Künstler gibt es in den sozialen Netzwerken des Internets? 

  Günther Beckers
(Foto aus seinem Bestand)
Günther Beckers: Onlineshops mit der Möglichkeit die Originale,  dann aber auch in Augenschein zu nehmen. 

Helga König: Welche Aufgaben sollten Politikern in Sachen Kunst ernster nehmen?

Günther Beckers: Die Politik, das forderte  in 2001 ich in einem Gespräch im Reichstag zu Berlin, könnte so etwas wie ein Kulturdepot einrichten. Das heißt: Dieses "Depot" könnte Projekte von Künstlern, die so nicht mehr dem "Markt", dem Kunstbetrieb zugeführt werden können, da zu anspruchsvoll, unterstützen, um so die Auseinandersetzung mit wichtigen Themen des Lebens und von Lebensbedingung weiterhin am Leben - hoch zu halten.

Lieber Günther Beckers, ich danke Ihnen herzlich für das Gespräch.

Ihre Helga König

Anbei die Links zu den Websites von Günther Beckers.

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